Die Versunkene Stadt
Grüne Wogen schlagen gegen die Klippen,
wehende Palmen bewachen das höhere Land.
Salziger Lufthauch liegt auf den Lippen
und die Frauen suchen nach Muscheln im Sand.

Die flammende Sonne im Nebel versinkt,
es schwimmt fließendes Gold auf den Wogen.
Als das Auge des Himmels in den Fluten ertrinkt,
wird das Gold mit in die Tiefe gezogen.

Die Dächer glitzern im silbernen Schein,
nur der Mond hält noch einsame Wacht.
Leise und schwarz dringt das Wasser herein
und der Palast versinkt in der Nacht.

Die Gassen sind finster, verfallen und leer,
Tang weht durch die fließenden Schatten.
Über Jhiná-T’senei rauscht nun das Meer
und die funkelnden Türme ermatten


Autor: Tiamagh